Werkervaring in Nederland

Wo bin ich im nächsten Jahr in der Firma eigentlich eingesetzt? Welche Abteilung lerne ich für wie lange kennen? Wer ist dort mein Ansprechpartner? All diese Fragen beantwortet der Ausbildungsplan bei edding, der meist so für ungefähr das nächste Jahr im Voraus von den Ausbildern erstellt wird. Für das zweite Lehrjahr ist immer besonders spannend zu sehen, wer einen Auslandsaufenthalt in einer edding Tochterfirma in den Osterferien erleben darf. Und so warteten wir schon lange gespannt auf die Veröffentlichung des neuen Ausbildungsplanes.

Wohin ging es?

Für mich ging es in den Osterferien 2019 für drei Wochen in die Niederlande zur Firmenzentrale der Tochterfirma Legamaster in Lochem. Lochem ist eine Kleinstadt relativ grenznah bei Enschede, mit dem Auto sind die rund 400 km von Hamburg aus also gut zu bewältigen (es sei denn, die LKWs, Baustellen und anderen Autofahrer machen einem den Alltag schwer…).

Was macht Legamaster eigentlich?

Legamaster vertreibt visuelle Kommunikationsmittel, sowohl Klassische (Whiteboards, Flipcharts, Pinnwände, Magic Chart Notes etc.) als auch Digitale (Touchscreens, e-Boards, AirServer, …). Vor und nach meiner Zeit in Lochem war ich sowieso bei Legamaster Deutschland, die momentan noch mit in der edding Firmenzentrale in Ahrensburg bei Hamburg sitzen, im Marketing eingesetzt. Dies gab mir natürlich den Vorteil, schon ein paar Produkt- und Markenkenntnisse gesammelt und auch schon mal ein wenig Kontakt mit dem einen oder anderen internationalen Legamaster Kollegen gehabt zu haben.

Wo habe ich während der Zeit gelebt?

Für die Zeit in Lochem hatte ich ein kleines Apartment am Stadtrand auf einem ehemaligen Bauernhof. Dank eigener Küche konnte ich mich selbst versorgen und Mahlzeiten vorkochen. Da die niederländischen Kollegen in ihrer Mittagspause nur einen kleinen Snack essen – damit kam ich (die gute deutsche Mittagsküche gewohnt) gar nicht zurecht, saß ich dann in den Mittagspausen als einziger mit warmer Mahlzeit, während die Kolleginnen und Kollegen ihr Knäckebrot knabberten.

Was habe ich in der Firma gemacht?

Eingesetzt war ich in dem ziemlich neu gebildeten Digital Marketing Team,

wo ich mit meinem bereits erworbenen Wissen aus dem Trade Marketing bei edding einen guten Beitrag zur Analyse von Keywords und Content Optimierung für die englisch- und deutschsprachigen Amazon- sowie Homepageseiten von Legamaster leisten konnte.

Dabei habe ich mir verschiedenste Produkte und mögliche Stichworte, die zu dem jeweiligen Produkt passen herausgesucht und später dann über Online Tools mit der Menge der Suchanfragen abgeglichen: Mit welchen Worten beschreibt jemand im Internet ein Problem, wo unsere Produkte die Lösung sein können? Welche Worte benutzt unsere Zielgruppe?

Von Anfang an war ich voll eingebunden und konnte mich bei eventuellen Fragen immer an die Kolleginnen und Kollegen wenden. Auch die Kommunikation in Meetings und im Alltag wurde für mich extra auf Englisch geführt, sodass ich mich jederzeit einbringen konnte.

Die Ergebnisse meiner Arbeit in den drei Wochen werden nun nach und nach analysiert und die Produktbeschreibungen sowie Produkttexte von Legamaster Artikeln auf Amazon sowie der Homepage verändert.

Meine Arbeitszeiten waren recht flexibel, viele niederländische Kolleginnen und Kollegen arbeiten so von ca. 08:30 Uhr bis 17:00 Uhr und dem habe ich mich weitestgehend angepasst. Eine Zeiterfassung gab es am Standort dort nicht.

Wie hat es mir gefallen?

Durch den Auslandsaufenthalt habe ich einen tollen Einblick in eine andere Art und Weise zu arbeiten und zu leben erhalten. Bisher kannte ich als Arbeitnehmer nur edding Ahrensburg und habe so etwas über den Tellerrand blicken können. Durch die sehr herzlichen Niederländer, habe ich mich von Anfang an wohlgefühlt und die drei Wochen vergingen wie im Fluge. Gerne würde ich jederzeit wieder dort anfangen zu arbeiten! 🙂

Jan-Ole