„Not that kind of person..“

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„Faros“ Pizza mit edding

 

Am Mittwoch traten wir die Arbeit wieder gemeinsam an. Nach Helens anstrengender Anreise am Vortag und einem scheinbar nicht enden wollenden Arbeitstag läuteten wir das lange Wochenende gemütlich bei „Faros“ mit einer Pizza ein. Donnerstag stand „shopping“ auf unserer to do Liste. Wir nahmen die Metro und mussten anschließend noch zehn Minuten die Hauptstraße entlang gehen, um schließlich zum „Istinye Park“, einem Einkaufscenter, zu gelangen. Bevor man sich ins Shoppingvergnügen stürzen kann, muss man die Sicherheitskontrolle über sich ergehen lassen. Anschließend kann man in Geschäften wie Zara, H&M und Koton, aber auch Miu Miu, Armani und Burberry die Kreditkarte glühen lassen. Nach getaner Arbeit gab es im Food Court noch Lahmacun mit frischer Petersilie, Tomaten und Zitronensaft, ehe wir uns auf den Rückweg nach Hause machten. Dort warteten wir auf unsere angekündigten Besucher, Danila und Tramy. Dann ging es direkt ins Bett, um fit in den nächsten Tag zu starten.

 

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Straßensperre am 1. Mai

Wir waren schon im Vorfeld von den Vermietern und Kollegen gewarnt worden, dass man am ersten Mai die Gegend rund um Taksim auf Grund der Proteste und Ausschreitungen besser meiden sollte. Das gestaltet sich allerdings schwierig, wenn man in der Gegend wohnt. Der ursprüngliche Plan war, in Nişantaşi die Geschäfte zu erkunden. Als wir aus der Haustür traten, wurde uns direkt  von drei bewaffneten Polizisten der Weg versperrt. Auch alle anderen kleinen Gassen, die zur Hauptstraße Richtung Taksim führen, waren durch Wegsperren abgeriegelt. So blieb uns nichts anderes übrig, als die Parallelstraße entlangzugehen, welche uns letztendlich auch zum Goldenen Horn führte. Für nur 2 Lira pro Person konnten wir mit einem kleinen Boot auf die andere Seite  nach Eminönü übersetzen. Von dort aus erkundeten wir zu Fuß den Spice Bazaar, den Platz rund um die Blaue Moschee und Hagia Sofia und landeten schlussendlich auf dem Grand Bazaar. Als „Angel“ wurde diesmal niemand bezeichnet, dafür dachten viele Verkäufer auf Grund von Tramys asiatischem Aussehen, sie wäre Chinesin und begrüßten uns daher mit „ni hao, chinese“, was bei Tramy nicht wirklich gut ankam. Und auch Helen musste sich diesmal einiges gefallen lassen: “I see it when people have a lot of money to spend on these things and I see that you are not this kind of person”. Muss man noch erwähnen, dass wir mit diesen Verkäufern keine Geschäfte gemacht haben?! Als wir es aus dem Bazaar geschafft hatten, kehrten wir im Bambi Cafe ein und aßen einen Döner. Anschließend gingen wir über die Galatabrücke Richtung Tünel, in der Hoffnung, dass die Istiklal Straße nicht länger gesperrt war – aber nichts da! So mussten wir uns wieder auf den Nebenstraßen durchschlagen, bis wir eine Gasse fanden, in der die Absperrung ohne Mühe überquert werden konnte. Nun konnten wir auf direktem Weg nach Hause gehen.

 

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Cocktails im House Café

Samstagmorgen suchten wir uns einen Bäcker und frühstückten bei schönstem Wetter in der Sonne. Danach gingen wir nach Nişantaşi um dort nach einem Kleid für Tramy zu suchen. Dies gestaltete sich schwierig und als wir nach mehreren Stunden immer noch keinen Kauf getätigt hatten, entschieden wir uns zur Istiklal zu gehen und vorher bei Starbucks eine Pause einzulegen. Danach erkundeten wir diverse Läden der Istiklal Straße, kauften Sonnenbrillen und Blumenkränze und ließen den Tag bei gutem Essen und Cocktails im House Cafe ausklingen. Sonntag sollte das Kulturprogramm ein wenig fortgeführt werden. Wir fuhren mit der „Furnikular“ Bahn nach Kabataş, stiegen dort in die Straßenbahn und stiegen in Sultanahmet aus, um die Blaue Moschee zu besichtigen. Dies erwies sich auch schwieriger als Gedacht, denn der  ganze Vorplatz, das Hippodrom, war auf Grund eines Radrennens gesperrt. Auf dem Weg um die Absperrungen entdeckten wir eine hübsche kleine Gasse mit Geschäften. An der blauen Moschee warteten so viele Touristen auf den Einlass, dass wir entschieden, auf die Neue Moschee auszuweichen. Auch hier mussten wir wieder die Schuhe ausziehen und unser Haar bedecken. Als wir später in der Wohnung eintrafen, mussten die Mädels auch schon ihre Koffer packen und sich auf die Abreise vorbereiten. Daher versuchten wir unser Glück und bestellten das erste Mal online Essen. Danach begnügten wir uns mit dem Tatort und fielen müde in die Betten.IMG_7404

 

Montagmorgen brachen Tramy und Danila um 6 Uhr früh auf, um ihren Flug zu bekommen und für uns stand die vorletzte Arbeitswoche an. Am Montagabend kämpften wir noch eine Runde gegen die Kilos #summerbody2015 und so….

Am Dienstagmorgen kamen einige Kollegen aus Deutschland an, welche an einem Projekt vor Ort arbeiten und wir beide beschäftigen uns mit dem bereits angekündigten Projekt für den Azubiblog.

Bis nächste Woche,

Helen und Merle

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