Drei Wochen in Südengland

Anfang dieses Jahres stellte uns mein Lehrer der Berufsschulklasse das EU-Programm „Erasmus+“ vor, welches in Zusammenarbeit mit der Austauschorganisation „KulturLife“ angeboten wird.
Dieses Programm ermöglicht es Berufsschülern ein dreiwöchiges Praktikum in England zu absolvieren.

Auch für mich stand außer Frage: Diese Erfahrung möchte ich mitnehmen.

Im Oktober hieß es also für mich und einige meiner Klassenkameraden:
Goodbye Germany” and “Hello Great Britain”!

Eine gut zweistündige Busfahrt von London entfernt, im Süden Englands, liegt Bournemouth.Die kleine Stadt in ein Paradies für Austauschschüler, da alles für die internationale Gäste ausgelegt ist.

Der Strand von Bournemouth

Der Strand von Bournemouth

Am Anreisetag konnten wir direkt unsere Fähigkeiten unter Beweis stellen, sich in einer fremden Stadt, in einem fremden Land, ohne Internet und viel Gepäck, den Weg durch das Chaos der öffentlichen Verkehrsmittel zu unserer Gastfamilie zu bahnen. Doch auch meine Klassenkameradin und ich schafften es und trafen gegen Nachmittag bei ihr ein.

Unseren ersten Tag verbrachten wir in der Schule „Englisch2000“, die gleichzeitig auch unsere Ansprechpartner für die Zeit in England waren.

Doch schon am zweiten Tag ging es auf in den Betrieb. Viele meiner Kollegen waren in anderen Sprachschulen eingesetzt, doch auch Firmen wie das Kaufhaus „Beales“ oder Personalvermittlungsagenturen waren dabei.

Ich selbst durfte bei dem Unternehmen „BH Live“ arbeiten.
BH Live betreibt in Südengland verschiedene Freizeit- und Eventlocations wie Konzerthallen, ein Theater, Sport und Freizeitcenter etc.
Ich war im Facility Management des Unternehmens eingesetzt, dessen Büro sich im Theater „The Pavilion“ am Strand Bournemouths (inklusive Meerblick) befindet. Besser konnte es also kaum starten.

Die nächsten drei Wochen hatten ich, sowie 4 weitere Praktikanten, die Aufgabe, im „Pavilion“ und im Sport- und Freizeitcenter „Littledown Centre“ eine Art Inventur aller technischen, fest installierten Gerätschaften wie Lampen, Steckdosen, Feuermelder,

The Pavilion

The Pavilion

Heizungen etc. zu machen.
Wir liefen mit Klemmbrett und Fotoapparat bewaffnet durch alle, und ich meine wirklich alle, Räume und Gänge der beiden Gebäude, um alles zu dokumentieren. Dazu zählten sowohl die öffentlichen Räume wie der Theatersaal, Toiletten, Fitnessstudio etc. als auch Maschinenräume, Abstellkammern und Büroräume.

Zurück am Computer wurden die Fotos sortiert und alle handschriftlich festgehaltenen Daten  in Excel-Tabellen übertragen.
Hintergrund dieser Aufgabe war es, dem Facility Management eine Überblick zu geben, was sie überhaupt verbaut haben und um was sie sich im Rahmen von Reparaturen und Überprüfungen kümmern müssen. Ebenso soll diese Inventur als Grundlage zur Einführung einen neues Computersystems im Unternehmen genutzt werden.

Außerhalb der Arbeitszeiten erkundeten wir Bournemouth und machten Ausflüge entlang der Jurassic Coast, zur Durdle Door, Corfe Castle und Stonehenge oder erkundeten die Städte Poole oder Salisbury. Und natürlich durften die abendlichen Besuche von unterschiedlichen Pubs nicht fehlen.

Salisbury

Salisbury

Gerne wäre ich noch länger in England geblieben, doch auch diese 3 Wochen haben mir sehr viel Spaß bereitet und mich um einige Erfahrungen reicher gemacht.

In diesem Zuge noch einmal vielen Dank an edding, die mir diesen Aufenthalt genehmigt bzw. ermöglicht haben.

Lara

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